Besuch des „Hotel Silber“

Im Rahmen des Yad-Vashem-Aktionstags besuchten wir mit Frau Scherb das „Hotel Silber“ in Stuttgart, das während der NS-Zeit Sitz der Gestapo (geheime Staatspolizei) war. Beim Betreten spürten wir bereits eine bedrückende Stimmung. Die Ausstellung machte deutlich, wie Menschen überwacht, verhaftet und deportiert wurden. Besonders beeindruckend waren persönliche Gegenstände wie eine Zellentür mit eingeritzten Symbolen oder Anstecknadeln von Jugendlichen, die trotz Verbot Swing-Musik hörten. Das zeigt beträchtlichen Mut und Widerstand. Danach besuchten wir die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Alten Schloss. Dort erfuhren wir von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der 1944 einen gescheiterten Anschlag auf Hitler unternahm. Die Ausstellung zeigte seinen Wandel vom hochrangigen Offizier zum Widerstandskämpfer und wie viele Menschen als Netzwerk zusammenarbeiteten. Er war eine Schlüsselfigur der Umsturzbewegung. Besonders spannend war der interaktive Medientisch, auf dem wir die Ereignisse des 20. Juli 1944 nachvollziehen konnten.

Darüber hinaus gab es weitere Angebote von Frau Grassegger, Frau Bode-Jarsumbeck, Frau Hornberger und Herrn Mercan, so dass einige Schülerinnen und Schüler an diesem Tag zum Beispiel die Möglichkeit hatten, an einer Stolpersteinführung teilzunehmen. Der Aktionstag hat uns allen gezeigt, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu kennen und daraus zu lernen. Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit. Unser Demokratie-Bewusstsein, Verantwortung und Zivilcourage sind entscheidend, damit solche Verbrechen nie wieder geschehen.

Text: Alexandra Jedig BG 13-1              Bilder: Jasmin Scherb