Herbstfrühstück der 2BFQ – Begegnung und Austausch

Am Donnerstag, den 13. November, verwandelte sich ein Saal in der Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart in einen Ort der Begegnung und des Genusses. Die beiden Jahrgänge 2BFQ1 und 2BFQ2 hatten gemeinsam mit ihren Lehrerinnen ein stimmungsvolles Herbstfrühstück vorbereitet – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein meterlanges Buffet, reich gedeckt mit köstlichen Speisen, die von den Schülerinnen und Schülern selbst mitgebracht wurden. Von frischem Obst über duftendes Gebäck bis hin zu herzhaften Spezialitäten aus verschiedenen Kulturen war alles vertreten.

In der 2BFQ (zweijährige Berufsfachschule zum Erwerb von Zusatzqualifikationen (Anpassungsqualifizierung) werden Personen mit einer anerkennungsfähigen beruflichen Qualifikation (z. B. Kinderpfleger/in, Erzieher/in) aus dem Ausland nachqualifiziert. Ziel dieser besonderen Schulart ist es, die sprachliche Kompetenz in Deutsch zu verbessern sowie den für das deutschsprachige Arbeitsumfeld nötigen Fachwortschatz zu erlernen. Die Teilnehmer bekommen zudem eine fachliche Nachqualifizierung und Vertiefung ihres pädagogischen Fachwissens.

Das Herbstfrühstück war weit mehr als ein kulinarisches Ereignis. Es diente dazu, dass die beiden Jahrgänge sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Gerade für Zugewanderte ist das Netzwerken von besonderer Bedeutung: Es schafft Vertrauen, fördert Sprachpraxis und eröffnet neue Perspektiven. Wer Kontakte knüpft, findet schneller seinen Platz – in der Schule ebenso wie später im Berufsleben. Die Vorbereitung des Frühstücks war ein Gemeinschaftsprojekt. Unter der Anleitung ihrer Lehrerinnen übernahmen die Klassen Verantwortung, organisierten die Speisen und sorgten für eine festliche Atmosphäre. Das Ergebnis war ein lebendiges Miteinander, das zeigte: Integration gelingt am besten dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander reden und gemeinsam genießen. Das Herbstfrühstück der 2BFQ war ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schule über den Unterricht hinaus wirken kann. Es verband Genuss mit Gemeinschaft, Lernen mit Leben – und machte deutlich, dass Integration nicht nur ein Ziel, sondern ein gelebter Prozess ist.

Text und Bilder: Katalin Suhai