28 Nov. Erasmus+ Mobilität der Hedwig-Dohm-Schule: Zwei Wochen Lernen, Begegnung und Inklusion auf Guadeloupe
Zwölf Schülerinnen und Schüler der Hedwig-Dohm-Schule reisten vom 26. Oktober bis 9. November im Rahmen von Erasmus+ nach Guadeloupe. Begleitet wurden sie von Fatma Polat, Erasmus+ Koordinatorin, sowie Denise Stirling aus der Erasmus+ Arbeitsgruppe. Die Organisation vor Ort übernahm die Partnerinstitution RideIn971.
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden eine Einführung ins Surfen, um anschließend das inklusive Handi Surf Programm von RideIn971 unterstützen zu können. Dieses Programm macht Surfen für Menschen aus allen sozialen Schichten und mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zugänglich und setzt ein starkes Zeichen für Inklusion und Vielfalt. Die Schülerinnen und Schüler begleiteten Kinder und Erwachsene im Wasser und sammelten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Unterstützungsbedarf.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Mitarbeit in einem Altenheim sowie Praktika in Grundschulen, Kindergärten und einem Montessori Kindergarten. Trotz fehlender Französischkenntnisse gelang die Kommunikation gut, häufig durch Gestik, Bilder oder einfache englische Wörter. Die Jugendlichen erhielten vielfältige Einblicke in pädagogische Arbeit und entwickelten soziale und persönliche Kompetenzen weiter.
Besonders hervorzuheben ist, dass auch Schülerinnen und Schüler mit herausfordernden aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen teilnehmen konnten. Durch die Nutzung einer sogenannten Sammelliste, die in bestimmten Fällen Reisedokumente ersetzt, war es möglich, zwei Jugendlichen ohne regulären Pass die Ausreise zu ermöglichen. Dies wurde von allen Beteiligten als bedeutendes Zeichen für Teilhabe und Chancengerechtigkeit erlebt und unterstreicht den Anspruch von Erasmus+, wirklich allen jungen Menschen internationale Lernerfahrungen zu eröffnen.
Neben den pädagogischen Einsätzen stärkten gemeinsame Aktivitäten wie eine Wanderung zu einem Wasserfall den Gruppenzusammenhalt. Die Schülerinnen und Schüler unterstützten sich gegenseitig, wuchsen über sich hinaus und entwickelten neue Selbstsicherheit. Die Mobilität war für die gesamte Gruppe ein großer persönlicher und fachlicher Gewinn und wird den Jugendlichen lange in Erinnerung bleiben.
Text und Bilder: Fatma Polat