13 Okt. 4. SCORA-Jahresnetzwerktreffen an der HDS: „Mitmachen und Mutmachen!“
Unter dem Motto „Sei a Mensch. Mitmachen und Mutmachen!“ fand am 2. Oktober 2026 / 21. Tischri 5787 das 4. SCORA-Jahresnetzwerktreffen statt. Veranstaltungsort war die Aula der Hedwig-Dohm-Schule und der Alexander-Fleming-Schule.
Rund 100 geladene Gäste aus Politik, Bildung und Gesellschaft kamen zusammen. Im Mittelpunkt standen der Austausch und der gemeinsame Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus.
SCORA verbindet Schulen
SCORA – Schools Opposing Racism and Antisemitism ist ein Unterstützungsnetzwerk für Schulen in Baden-Württemberg. Das Netzwerk begleitet unter anderem Schulpartnerschaften mit Israel. Außerdem organisiert SCORA Workshops für Lernende und Pädagogische Tage für Lehrkräfte.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf persönlichen Begegnungen. Der Austausch mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern schafft neue Perspektiven. Gleichzeitig kann er helfen, Vorurteile und Stereotype abzubauen.
Mut und Zusammenhalt im Mittelpunkt
Beim diesjährigen Netzwerktreffen blickten die Beteiligten auf die bisherigen Aktivitäten von SCORA zurück. Gleichzeitig wurden kommende Projekte vorgestellt.
Unter der Leitung von Claudia Rugart, Abteilungspräsidentin der Abteilung 7 – Schule und Bildung – am Regierungspräsidium Stuttgart, stand auch die Vernetzung im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich: Information und fachlicher Austausch sind wichtig. Ebenso wichtig sind gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt.
Das gemeinsame Ziel lautet, auch im neuen Schuljahr mutig, gestärkt und zuversichtlich gegen Antisemitismus und Rassismus einzutreten.
Stimmen aus Politik und Bildung
Auch Gäste aus der Politik griffen diese Botschaft auf. Muhterem Aras, Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, betonte die Bedeutung demokratischer Haltung. Problematischem und menschenfeindlichem Sprachgebrauch dürfe nicht schweigend begegnet werden. Denn Schweigen könne auch als Zustimmung verstanden werden.
Oliver Hildenbrand, Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, stellte ebenfalls Mut und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung seien Netzwerke wie SCORA wichtig. Dort können Menschen gemeinsame demokratische Werte vertreten und sich gegenseitig stärken.
Seine Botschaft „Meine, unsere Zuversicht kriegen die nicht“ machte deutlich, dass Lehrkräfte bei schwierigen Diskussionen im Schulalltag nicht alleinstehen. Diesen Gedanken unterstützte auch Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung der Landeshauptstadt Stuttgart.
Auch Andreas Deuschle, Staatssekretär im Kultusministerium, richtete den Blick auf den schulischen Alltag. Er betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen und offener Gespräche. Gerade bei aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen brauchen Lernende Raum für Austausch und Nachfragen.
Solche Begegnungen können helfen, Vorurteile aufzubrechen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen.
Austausch an verschiedenen Thementischen
Wie vielfältig die Arbeit von SCORA ist, zeigte sich an verschiedenen Thementischen. Dort stellten Mitglieder Projekte und Angebote vor. Gleichzeitig entstanden viele Gespräche und neue Kontakte.
So bot das Netzwerktreffen Raum für Information, Vernetzung und neue Kooperationen.
Hauswirtschaftliche Berufsschule unterstützt die Veranstaltung
Auch Auszubildende der HDS trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Auszubildende des ersten Lehrjahres der hauswirtschaftlichen Berufsschule (H1HB) versorgten die Gäste mit Getränken, Kaffee und Kuchen. Die Kuchen wurden von Auszubildenden des zweiten Lehrjahres der hauswirtschaftlichen Berufsschule (H2HB) gebacken.
Damit konnten die Auszubildenden ihre fachlichen und organisatorischen Kompetenzen direkt in einer großen Veranstaltung einsetzen.
Ein besonderer Dank gilt den technischen Lehrkräften Eva-Maria Hörz-Briem, Marie Ebinger und Sarah Truoiolo. Sie begleiteten die Auszubildenden bei der Vorbereitung und Durchführung.
Gemeinsam gegen Antisemitismus und Rassismus
Das Jahresnetzwerktreffen zeigte, wie wichtig Schulen als Orte der Begegnung und demokratischen Bildung sind. Die Veranstaltung setzte wichtige Impulse für den gemeinsamen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus.
Zugleich wurde deutlich, welchen Wert Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und persönlicher Austausch für die schulische Arbeit haben.
Verfasserin: Dr. Daniela Bode-Jarsumbeck
Fotos: Lisa Weber





